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Juli 28, 2016

Abschied vom PJR und dem FSJ Politik

Hallo (und tschüss),

dies wird nun mein letzter Blogeintrag sein. Mein FSJ ist ab Anfang August vorbei und genau genommen schreibe ich gerade aus dem Urlaub.
Die letzten Wochen waren etwas ruhiger, denn in den Sommerferien ist immer etwas weniger los, trotz Ferienangeboten wie „Essen“ und „Rathaus Rallye“. Somit blieb Zeit, neben der Abrechnung meines Projektes „Fokus Rechtsrock“, ein paar neue Konzepte zu entwerfen oder Dinge zu überarbeiten.
Zudem fand letzte Woche die letzte Seminarfahrt statt, welche einfach großartig war. Unter dem Titel „Her mit dem schönen Leben“ haben wir uns mit verschiedenen Schwerpunkten zu den Fragen „Wie funktioniert Wirtschaft und wie wollen wir wirtschaften?“ beschäftigt. Besonders inspirierend fand ich hier den Lesekreis zu Marx und Smith, an welchen wir uns teilweise die Zähne ausbissen, sowie die Theorien zum Postwachstum. Insgesamt war das Seminar inhaltlich anspruchsvoll, jedoch nicht überladen. Vielen Dank noch einmal an das Vorbereitungsteam, falls ihr das lest.

Der Lesekreis
 Am Donnerstag fand nach einem kurzen Badetrip eine erlebnispädagogische Auswertung unseres Jahres statt. Hier haben wir an drei Stationen auf das Jahr zurück- oder auf die kommende Zeit hinausgeblickt. Dazu hatten wir die Möglichkeit im Wald eine „Landart“ zu entwerfen. Dabei sind sehr tolle Sachen herausgekommen. Mein persönliches Highlight war jedoch das Bogenschießen, was eine Leidenschaft ist, die ich immer wieder neu entdecke.
Das Beste am Seminar war jedoch Zeit mit den anderen Freiwilligen zu verbringen. Im Laufe des Jahres hatte ich die Möglichkeit viele neue Leute kennenzulernen und neue Freundschaften zu schließen. Ich hoffe ich sehe einige aus diesem Jahrgang wieder.


Der Abschied von Ihnen sowie der im Büro war schwer, jedoch freue ich mich auch sehr auf die kommende Zeit und den jetzigen Urlaub.
Obwohl ich später in das FSJ eingestiegen bin und etwas eher wieder aufgehört habe, hat mir dieses Jahr doch viel gebracht. Ich konnte ohne entsprechende Ausbildung im Bereich der politischen Jugendbildung arbeiten und hier Verantwortung übernehmen. Ich habe meine Kolleg_innen im PJR bei ihren Projekten unterstützt und erhielt dieselbe Hilfe als ich eigenverantwortlich zwei Projekte beziehungsweise Workshops entworfen habe. Ich konnte vieles neues lernen und freue mich, dass ich auch weiterhin im Verein aktiv sein kann.
Im Büro laufen jetzt die Vorbereitungen für September, denn dann erwartet den Verein frischer Wind. Es kommen ein EFD´ler sowie eine neue FSJ-lerin. Ich bin gespannt wie es ihnen gefällt und wünsche allen eine gute Zusammenarbeit. Sicher werdet ihr von den beiden bald hier im Blog lesen.
Tut es mir bis dahin gleich und genießt den Sommer!

Liebe Grüße,

Robert :)

Februar 16, 2016

Von Görlitz bis nach Brüssel…



Hallo!

Es wird mal wieder Zeit ein Zwischenrésumé zu ziehen. Nun arbeite ich schon seit über drei Monaten beim PJR und es kommt immer mehr Schwung in meinen Arbeitsalltag. Ein- bis zweimal pro Woche bin ich unterwegs bei verschiedenen Veranstaltungen. Aktuell bin ich in zwei verschiedene Sozialtrainings, beziehungsweise Klassenräte eingebunden.


Zudem findet jeden Dienstag die freie GTA „Junge Elbtalforscher“ an der 8. Grundschule statt. Hier erkunden wir zusammen mit 10 Kindern den Stadtteil Dresden-Pieschen mithilfe von Missionen und Aufgaben für Tablets. Die Kids sind sehr aufgeweckt und interessiert und es macht Freude mit ihnen zusammen das Projekt durchzuführen. Dieses dauert noch bis in den Sommer an.


Social Media Workshop
Anfang Februar hatten wir im Rahmen des Bildungsangebots zur Jugendweihe erneut eine Veranstaltung zum Thema Social Media. Auch in diesem Workshop habe ich einen festen Part, der mir Spaß macht. Im März folgt noch ein weiterer Termin.


In der letzten Woche haben wir einen Workshop zum Thema „Flucht, Asyl und Migration“ ausgearbeitet. Ursprünglich war dieser als Ferienworkshop für Schülerinnen und Schüler geplant. Leider gab es zu wenige Anmeldungen, weshalb wir ihn absagen mussten. Ziel ist es nun den Workshop an Schulen oder im Rahmen anderer Veranstaltungen durchzuführen.
Umsonst war die Arbeit also keinesfalls. Zudem hat es zur eigenen Weiterbildung beigetragen.


Aktuell beginne ich auch zusammen mit einem Freund von meinem FSJ-P Jahrgang an unserem eigenen Projekt zu arbeiten. Wir wollen den Dokumentarfilm „Blut muss fließen“ an Schulen zeigen und im Rahmenprogramm ein Gespräch mit dem Regisseur Peter Ohlendorf organisieren. Der Film handelt von dem konspirativen Milieu der Rechtsrock-Konzerte in Deutschland. Möglich wurde dieser Dokumentarfilm durch die Aufnahmen eines Menschen, welcher Undercover die Rechtsrockszene unterwandert und unauffällig gefilmt hat. Auf dieses Projekt bin ich schon sehr gespannt.


Insgesamt fühle ich mich auch weiterhin wohl im Büro. Zudem komme ich besser damit klar, lange Zeit am PC zu arbeiten. Ich habe einige Zeit gebraucht, um mich daran zu gewöhnen. Nun habe ich auch nach der Arbeit noch Kraft Sachen zu unternehmen.


Ende Januar hatte unsere FSJ-P Seminargruppe die zweite Bildungsfahrt. Diesmal waren wir im Kloster St. Marienthal in Ostritz. Das liegt an der polnischen Grenze, also an der Neiße, zwischen Görlitz und Zittau. Insgesamt waren wir dadurch ziemlich angeschnitten, hatten aber trotzdem eine schöne Zeit.
Unser Seminarthema war „Extremismus und Populismus“. Hier konnten wir inhaltlich verschiedene Aspekte bearbeiten, manchmal fehlte jedoch die Tiefgründigkeit. Das war aber aufgrund der beschränkten Zeit und der teilweise mangelnden Fitness der FSJ-Pler_Innen nicht immer möglich.
Einen Tag waren wir in Görlitz bei einem soziokulturellen Stadtrundgang. Hier wurde uns die Entstehung eines großen Jugendkulturzentrums namens „Rabryka“ gezeigt. Hier haben Jugendliche Möglichkeit ihre Freizeit zu verbringen. Zudem könne sie eigene Projekte auf dem Gelände durchführen und fördern lassen. Zum Bauen stehen auch Werkstätten zur Verfügung. Hier werden also Jugendlich aktiv in Planungsprozesse miteinbezogen. Dieses Konzept der Verbindung von Freizeit und politischer Jugendbeteiligung finde ich faszinierend.
Auch die Abende innerhalb der Gruppe waren sehr schön.


Die nächste Seminarfahrt ist Ende April und geht nach Brüssel. Hier bin ich auch aktiv in der Planung involviert.


Soviel bis jetzt. Ich freue mich auf die kommenden Wochen.

Viele Grüße und bis Bald,

Robert

Dezember 10, 2015

Erster Rückblick im FSJ-P

Hallo!
Seit gut anderthalb Monaten arbeite ich beim PJR im Rahmen meines FSJ-Politik.
Mein erster positiver Eindruck hat sich in den letzten Wochen bestätigt.
Nun möchte ich die Möglichkeit wahrnehmen euch etwas von meinem Arbeitsalltag zu erzählen:
Den größten Teil des Tages verbringe ich im Büro. Neben der Öffentlichkeitsarbeit warten typische Büroarbeiten wie Buchhaltung, Mailverkehr, Anschaffung von Materialien,... auf mich. Das ist nicht immer spannend und abwechslungsreich, gehört aber dazu. Ein weiterer großer Teil ist die Vorbereitung von Workshops und Bildungsangeboten. Meist arbeite ich hierfür mit meinen MitarbeiterInnen zusammen. Besonders Spaß macht mir hier die grundlegende Recherche und aktive Planung.
Nach drei Doppelstunden in einer 5.Klasse des Gymnasiums Bürgerwiese haben Tobias, Alex und ich unser Klassenratsprojekt abgeschlossen. Es war eine tolle Erfahrung. Nachdem ich beim ersten Treffen "nur" hospitiert hatte, habe ich beim zweiten Mal schon einen Teil übernommen und mir für das letzte Mal sogar eine eigene Übungseinheit ausgedacht und durchgeführt. Die Arbeit mit den Schülern hat mir sehr viel Freude bereitet.
Desweiteren hatten wir einen Workshop zum Thema "Social Media" im Rahmen der Jugendweihevorbereitung. Teilgenommen haben etwa zehn Kinder im Alter von 14 und 15 Jahren. Die Arbeit mit ihnen gelang gut, da sie viel Interesse zeigten und einiges an Vorwissen und Erfahrungen mitbrachten.
Gestern hatte unserer Verein eine Weihnachtsfeier in einer gemütlichen Runde.
Aktuell bin ich bei der Planung für Workshops zu den Themen "Flucht und Asyl" und "Jugendpartizipation innerhalb einer Demokratie" eingebunden, welche nächstes Jahr stattfinden.
Nächste Woche Dienstag haben wir als FSJ-P-Gruppe einen Seminartag in Leipzig zum Thema "Freiheit vs. Sicherheit". Ich freue mich schon alle wieder zu sehen.
Ich bin gespannt auf die kommende Zeit beim PJR und auch auf den Weihnachtsurlaub.
Ich wünsche euch eine schöne Zeit, frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.!
Liebe Grüße
Robert

November 09, 2015

Mein Einstieg beim Politischen Jugendring Dresden

Ich bin links im Bild :D Mit dabei sind auch: Franzi, Alex und Marcus
Hallo!
Ich bin Robert, der neue FSJ-Pler beim PJR. Nachdem Julia ihr Studium begonnen hat, habe ich die Chance wahrgenommen und bin beim PJR eingestiegen. In der ersten Woche gab es gleich die erste Seminarfahrt der Freiwilligen vom FSJ-Politik, was ein großartiger Einstieg war. Untergebracht waren wir in Schmochtitz, einem kleinen Dorf bei Bautzen. Teil des Seminars waren Workshops und offene Diskussionen. Zudem konnten wir vor allem abends unsere Freizeit selbst gestalten und uns besser kennenlernen. Die aktuelle FSJ-P Gruppe ist mir sehr sympathisch.
Letzten Montag begann dann meine erste richtige Arbeitswoche.
Mit den Kollegen verstehe ich mich gut und die Arbeit macht mir Spaß. Die erste Woche habe ich viel zum Thema „Flucht und Migration“ recherchiert, Beiträge auf der Website gepostet und bin gerade dabei eine Buchenwaldfahrt für eine Schulklasse zu organisieren. Am Donnerstag war ich dann erstmals unterwegs im Gymnasium Bürgerwiese zum Klassenratsprojekt. Begleitet habe ich hier Tobias und Alex. Es war eine interessante Abwechslung und zudem wurde ich daran erinnert wie temperamentvoll die 5. Klasse war.
Typische FSJler Aufgaben wie Kaffee kochen musste ich mir quasi erst erkämpfen. :D
Ich freue mich schon auf die nächsten Wochen und darauf schrittweise mehr Verantwortung zu übernehmen.
Bis bald und eine schöne Zeit wünscht
Robert


Mai 28, 2015

Wohnungslosigkeit im Fokus

Deutsch-tschechischer Workshop der Brücke/Most-Stiftung

Mitte Mai fand der Workshop „Neue Perspektiven? Zurück in die "wohnende Gesellschaft" in benachbarten Ländern“ in Dresden statt. Die Brücke/Most-Stiftung organisierte diese sechstägige internationale Begegnung zwischen interessierten jungen Menschen aus Deutschland und Tschechien. Die praktische Begegnung mit dem Thema Wohnungslosigkeit sollte helfen Stereotypisierungen abzubauen und neue Wege zu finden, wie nachhaltiges soziales Engagement im Bereich der Wohnungslosenhilfe möglich ist. Durch den Vergleich zwischen den Hilfsangeboten in Tschechien und Deutschland wurde es möglich vermeintlich Selbstverständliches zu hinterfragen und über manches aus einem neuen Blickwinkel nachzudenken. Ich als Praktikantin des PJR war auch dabei und werde euch hier einige Eindrücke dieser Woche schildern.

Unterwegs in Zižkov 

Stolz zeigt uns Honza wie aus den Bücherresten, die er im Prager Stadtteil Žižkov aus Mülltonnen fischt und von der Straße aufsammelt, neue Notizhefte und Kalender gefertigt werden. Dass Honza wohnungslos ist sieht man ihm nicht direkt an. Seine Kleidung ist sauber und er ist gepflegt. Honza ist einer von acht Stadtführern, die über das Sozialunternehmen Pragulic eine Arbeitsstelle gefunden haben. Wohnungslose werden hier als Stadtführer angestellt und erhalten bis zu 400 Euro Gehalt im Monat.   

Hilfsangebote in Deutschland und Tschechien                                                                  

Pragulic ist ein Projekt, welches wir bei unserer eintägigen Exkursion nach Prag kennen gelernt haben. Wir nahmen aber nicht nur an der Stadtführung teil, sondern besuchten auch, wie bereits in Dresden, die dortige Wohnungslosenhilfe der Heilsarmee. In Prag standen wir sozusagen auf einmal mitten drin. Neben uns die Rezeption, ein Stück weiter die Essensausgabe und die Schlafräume. Für etwa 1,50 Euro pro Nacht bekommt man hier einen Schlafplatz. Wir durften uns einen Schlafraum anschauen. In dem Zimmer gab es keine Schränke oder Tresore. Wir fragten, was die Wohnungslosen mit ihren Wertsachen machen, wenn sie sich hier aufhalten bzw. schlafen. Unser Ansprechpartner verwies darauf, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, und die Bewohner somit auf ihre Sachen gut Acht geben müssen.
Mit diesen Eindrücken aus Tschechien konnten wir die in den vorangegangen Tagen in Dresden gemachten Erfahrungen noch einmal Revue passieren lassen. Auch hier haben wir Anlaufstellen, Träger und Hilfsangebote besucht und anhand von Vorträgen und Diskussionen einiges über die Situation und Probleme von Wohnungslosen erfahren. Neben der Heilsarmee gaben uns die Dresdener Tafel, die Diakonie, die drObs die Treberhilfe, das Nachtcafe, sowie Mitarbeiterinnen des Sozialamtes einen Einblick in ihre tägliche Arbeit. Besonders gefreut hat uns, dass sich ein von Wohnungslosigkeit Betroffener bereit erklärte uns von seinem Leben zu erzählen. Wir waren bemüht bei unserem Workshop niemanden zu bedrängen, deshalb waren wir über diese Zusage sehr glücklich. 
“Hang up and help out”
Als Abschluss unserer Woche sollte im Alaunpark in der Dresdener Neustadt der erste Street Store in Deutschland eröffnen. Entwickelt wurde dieses Konzept 2014 in Kapstadt, Süd-Afrika wo Armut und Wohnungslosigkeit eine weitaus größere Problematik darstellt als in Deutschland. Die Idee dahinter ist, an einem öffentlichen Platz gesammelte Kleiderspenden auszulegen und an Bedürftige, insbesondere Wohnungslose, zu verschenken. 
Mittlerweile gibt es über 100 Street Stores auf der ganzen Welt. Einer der Gründer aus Kapstadt, Max Pazak, kam sogar am Freitag zu unserem Stand in den Alaunpark, was uns natürlich sehr gefreut hat. Das Konzept des Street Stores ist schnell erklärt, doch hat sich bei der weltweiten Verbreitung des Konzepts gezeigt, das auf die länderspezifische Lage der Wohnungslosen konkret eingegangen werden muss. Auch bei unserem Street Store lässt sich sicherlich noch einiges verbessern bzw. das Angebot erweitern.

Die Begegnungen, die wir diese Woche über gemacht haben, waren bereichernd und gleichzeitig machen sie nachdenklich. Wohnungslosigkeit drängt Betroffene weiterhin an den Rand der Gesellschaft. Mehr Verständnis und weniger Vorurteile können erste Schritte sein, um dem großen Problem entgegenzutreten. Hierfür war der Workshop ein erster guter Anfang. 
Beste Grüße, Sarah

Links zum Thema: 
  • www.bmst.eu/index.php
  • www.diakonie-dresden.de
  • www.dresdner-tafel.de
  • www.drobs-strassenzeitung.de
  • www.heilsarmee.de/dresden/ueber-uns.html
  • www.pragulic.cz
  • www.thestreetstore.org
  • www.treberhilfe-dresden.de